Sonntag, 21. Juli 2019
6. STADTERKUNDUNG HAMBURG
Beim Durch-die-Stadt-gehen , sich hier- und dorthin wendend, verschiedene Wege wählend oder Hindernisse umgehend – kurz: Auswahlen treffend – interagieren Fußgänger mit der Stadt und kreieren individuelle urbane Texte.
De Certeau (https://de.wikipedia.org/wiki/Michel_de_Certeau) setzt daraufhin das Umhergehen mit dem Akt des Sprechens gleich: „Das Gehen bedeutet für das urbane System dasselbe wie der Akt des verbalen Artikulierens für die Sprache“ (Certeau 1984: 97).
Für Certeau ist die "ausführende Funktion" des Gehens

ein Aneignungsprozess des topographischen Systems [ ... ], ein
räumliches Durchspielen des Orts [ ... ], und das schließt
Beziehungen zwischen differenzierten Positionen mit ein (Certeau
1984: 97-98).

Wie der Akt des verbalen Artikulierens von Sprache, weben deshalb die Fußgänger-Sprechakte, wie Certeau sie nennt, die Stadt auf subjektive Art und Weise zusammen, jeder einzelne davon nur eine Möglichkeit unter vielen anderen.
So "bewegt sich jeder Spaziergang durch den Raum wie ein Faden durch den Stoff und näht ihn zu einer fortwährenden Erfahrung zusammen" (Solnit 2002 [ 2001 ]: XV).



























































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Freitag, 31. Mai 2019
5. STADTERKUNDUNG HAMBURG
Gestern Nachmittag war ich in Altona-Ottensen/Schanzenviertel unterwegs. Mein "Pedestrian Speech Act" (https://offsceneakademie.wordpress.com/hamburg-pedestrian-speech-act-09/) dauerte etwa 90 Minuten, und die Ausbeute waren 85 schöne Bilder von künstlerischen Off-Scene-Aktivitaten in öffentlichen Raum. Damit ist meine digitale Sammlung jetzt auf 6550 Bilder angewachsen. Ich sag's nur!



































































































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Mittwoch, 10. April 2019
4. STADTERKUNDUNG HAMBURG
Dies ist mein vierter Beitrag bezüglich URBAN EXPLORATION/STADTERKUNDUNG. Manche werden das langweilig finden, ich allerdings nicht. Mein Hauptinteresse auf diesen Rundgängen sind stets die "künstlerischen" Beiträge der Menschen dort gewesen. Früher wurde das empört als Vandalismus bezeichnet, und das Motto war "Unnütze Hände beschmieren Tisch und Wände!" Tische findet man allerdings nicht sehr häufig im öffentlichen Raum - Wände schon.



































































































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